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Kaliumcarbonat

Kaliumcarbonat (K2CO3, auch genannt: Pottasche oder kohlensaures Kalium) ist das Kaliumsalz der Kohlensäure. Hierbei handelt es sich um einen geruchslosen und auch weitgehend ungiftigen chemischen Stoff (gefährlich für den erwachsenen Menschen erst ab einer Aufnahme von ca. 15 g). Es besitzt eine Schmelztemperatur von 891 °C, bei dieser Temperatur beginnt sich der Stoff zu zersetzen. Das weiße, kristalline und hygerskopische (also die Fähigkeit Feuchtigkeit aus der Umgebung zu binden) Pulver hat eine Dichte von 2,428 g/cm³ und eine Molmasse von 138,205 g/mol. In Wasser ist es weiterhin sehr gut löslich, in Alkohol dagegen ist unlöslich. Nur sehr schwerlich löst es sich in Lösungsmitteln. Bringt man diesen Stoff zusammen mit verschiedenen Säuren entsteht eine enorme Gasentwicklung.

Ein weitverbreiteter Name für Kaliumcarbonat ist “Pottasche“. Dieser Name kommt aus früheren Zeiten, in welchen eine besondere Methode zur Gewinnung angewandt wurde: es wurde Kaliumcarbonat aus Holzasche gewonnen. Dazu wurden die Salze mit Wasser ausgewaschen und anschlißend in Töpfen (sogenannten Pötten) eingedämpft. So konnte es zwar gewonnen werden, allerdings war dies so meist sehr stark verunreinigt. Trotzalledem kommt daher auch der Name aus dem englischsprachigen Raum für Kaliumcarbonat: potassium.

Vorkommen

In verschiedenen Gebieten weltweit kommt dieser chemische Stoff natürlich vor. Die größten Gebiete in denen es vorzufinden ist, ist unter anderem Kanada, Eritrea, (Weiß-)Russland, sowie auch in Deutschland.
Sehr bekannt für seine Vorkommen ist dazu auch das Tote Meer und die Wüste Lop Nor. Wie eben schon erwähnt, kann auch aus Holzasche Kaliumcarbonat gewonnen werden (ca. 14-19 % sind dabei Kaliumcarbonat).

Nutzen

Kaliumcarbonat wird in vielen sehr unterschiedlichen Bereichen genutzt. Den meisten Menschen dürfte dabei gar nicht klar sein, in welchen alltäglichen Situationen sie dies nutzen. Unter anderem sei dazu erwähnt:

Kaliumcarbonat wird auch als Dünger verwendet

Kaliumcarbonat wird auch als Dünger verwendet

  • als Dünger (vor allem für sehr saure Böden)
  • für die Herstellung diverser Farben
  • zur Entwicklung von Fotos
  • Backpulver (auch als Ersatz von Hirschhornsalz)
  • bei der Behandlung von Kakao
  • als Aromaverstärker
  • zur Schnelltrocknung von Rosinen
  • als umweltfreundliche Alternative zum Streuen auf eisigen Straßen
  • zur Herstellung von Seife